Die unterschiedlichen Arten von Nierenerkrankungen

Die unterschiedlichen Arten von Nierenerkrankungen

Die Nieren dienen als eine Art Steuerungsorgane des Körpers. Sie regulieren den Blutdruck, den Wasserhaushalt, den Hormonhaushalt sowie das Säure-Basen-Gleichgewicht. Damit steht auch schnell fest, dass sich eine Nierenerkrankung auf unterschiedliche Art im Körper auswirken kann. Aber welche Formen von Nierenerkrankungen existieren überhaupt und wie werden diese Formen diagnostiziert und auch therapiert?

Wenn die Niere nicht mehr in Funktion ist, kommt es in der Regel zu einem akuten oder chronischen Nierenversagen, was in der Fachsprache auch als Niereninsuffizienz bezeichnet wird. Diese sehr akute Form der Niereninsuffizienz entsteht nur innerhalb von wenigen Stunden oder weniger Tage. Sie ist äußerst reversibel und kann wieder rückgängig gemacht werden. Eine chronische Form des Nierenversagens entwickelt sich wiederum über einen deutlich längeren Zeitraum und kann mit einer bestimmten Form von Therapie soweit gestoppt werden, dass die Symptome sich nicht mehr weiterentwickeln können. Neben der Insuffizienz sind die Nieren auch in einigen Fällen von bestimmten Entzündungen betroffen. Diese Entzündungen sind entweder in den Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) vertreten, im Nierenbecken (Pyelonephritis) vorhanden oder im Nierengewebe lokalisiert. Zusätzlich entstehen in den Nieren gelegentlich auch Zysten sowie auch bösartige oder gutartige Tumore auf. Wobei die letztere Form eher sehr selten vorkommt. Die Nierensteine hingegen treten dann auf, wenn Stoffe aus dem Bereich des Harns sich nicht vollständig auflösen und dabei wiederum Kristalle bilden. Die Aufgabe der Nieren besteht vor allem darin, Erythropoetin für die Blutbildung herzustellen. Haben die Nieren jedoch eine Erkrankung, kommt es sehr häufig zu einem Mangel. Die Folge des Mangels ist eine renale Anämie, was eine Blutarmut aufgrund einer Nierenerkrankung bedeutet.

Häufig auftretende Symptome

Eine Nierenerkrankung erkennt man an Veränderungen in der Farbe des Urins. Es kann auch in einigen Fällen zu einer äußerst stark erhöhten oder verminderten Urinmenge kommen. Weiterhin wird auch die Transparenz und Farbe des Harns durch die Nierenerkrankungen beeinflusst. So ist ein eher trüber Urin ein Hinweis auf Proteinbeimengungen, die wiederum durch eine Entzündung der Nieren entstehen. Ebenfalls ist Blut im Urin ein Anzeichen für sehr entzündliche Reaktionen in der Niere.

Auch plötzlicher Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Ödeme, Sehstörungen und eine gewisse Anfälligkeit für Infekte sind ebenfalls Merkmale eines Nierenversagens. Da die Nieren auch einen großen Einfluss auf die verschiedenen Körperfunktionen nehmen, kann es auch zu anderen Beschwerden kommen, wie zum Beispiel eine unnatürliche Blässe, schnelle Ermüdung, rasche Gewichtszunahme oder eben Unwohlsein.
Diagnose einer Nierenerkrankung

Wenn der Verdacht besteht, unter einer möglichen Nierenerkrankung zu leiden, sollte man zunächst den Hausarzt aufsuchen. Die ersten Anzeichen auf eine mögliche Erkrankung der Nieren ergibt ein Bluttest. Dieser kann auch die glomäruläre Filtrationsrate bestimmen. Die Filtrationsrate gibt an, wie effektiv und schnell die Nieren den Harn filtern. Denn bei einer Insuffizienz ist dieser Wert meistens zu niedrig. Auch die Entzündungswerte sowie der Kreatinin-Wert im Blut sind sehr ausschlaggebend, wenn ein möglicher Verdacht auf eine vorhandene Nierenerkrankung besteht. Zusätzlich wird auch der Blutdruck gemessen und eine entsprechende Harnuntersuchung im Labor eingeleitet. Sollte sich ein erster Verdacht festigen, sollte man einen Nephrologen aufsuchen.

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