Migräne – was ist das?

Migräne – was ist das?

Migräne leitet sich von der französischen Bezeichnung „migraine“ für „Kopfschmerz“ ab. Da die unangenehmen Schmerzen meistens nur auf einer Seite des Kopfes auftreten, verwenden Mediziner gelegentlich auch die griechische Bezeichnung Hemikranie. D.h. ein Kopfschmerz in einer Kopfhälfte.

Symptome

Die für Migräne klassischen Symptome sind starke Kopfschmerzen, begleitende Beschwerden, Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Sehstörungen, Übelkeit oder Erbrechen.
Migränekopfschmerzen sind sehr häufig pochend oder pulsierend. In der Regel sitzen die Schmerzen im Stirn- und Schläfenbereich sowie auch hinter dem Augenbereich. Die Merkmale treten meistens einseitig auf, wobei die betroffene Kopfseite auch mal wechseln kann. Typisch für eine Migräne ist auch, dass sich die Symptome meistens durch körperliche Anstrengung verstärken.

Manchmal kündigt sich eine Migräne auch durch andere Merkmale an. Diese Vorzeichen sind häufig sehr vielfältig, wie zum Beispiel Müdigkeit, blasse Haut, verspannte Nackenmuskeln oder vermehrter Harndrang. Außerdem kann Migräne mit einer bestimmten Aura verbunden sein. Darunter können verschiedene Wahrnehmungsstörungen verstanden werden, die auch vor dem Kopfschmerz einsetzen und ihn begleiten können. Gelegentlich kann Migräne auch durch unterschiedliche Symptome bemerkbar gemacht werden. So unterscheidet man unterschiedliche Formen von Migräne, wie zum Beispiel Migräne ohne Aura, Migräne mit Aura, Augenmigräne und Migräne mit Augenmuskellähmung, Migräne mit Netzhautbeteiligung und Migräne bei Kindern.

Die Migräne ohne Aura

Migräne ohne Aura ist die häufigste Form einer Migräne. Ihre gewöhnlichen Symptome sind allmählich zunehmende und oft auch einseitige Kopfschmerzen. Sie dauern meistens von 4 bis knapp 70 Stunden an. Wegen der sehr oft begleitend auftretenden Lärm- und Lichtempfindlichkeit halten sich die Betroffenen bei einem Migräneanfalls bevorzugt in abgedunkelten und ruhigen Räumen auf.

Die Migräne mit Aura

Die Migräne mit Aura verursacht neurologische Symptome in Form von Reiz- oder Ausfallerscheinungen. Eine typische Migräne-Aura, die auch als begleitende Migräne bezeichnet wird, zeichnet sich durch Sehstörungen, Gesichtsfeldausfälle, Empfindungsstörungen (Kribbeln in den Händen oder Füßen), falsche Geschmacks- oder Geruchswahrnehmungen, Geräuschwahrnehmungen (ohne entsprechenden äußeren Reiz), Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen. Meistens dauert eine Migräne mit Aura 20 bis 60 Minuten. Die Merkmale können jedoch vereinzelt bis zu eine Woche lang anhalten. Ein weiteres Merkmal bei Migräne ist das sogenannte Flimmerskotom. Hierbei sieht man mit beiden Augen sehr blendende, helle und flimmernde Strukturen, die sich wiederum kranzartig ausdehnen oder eben auf den Rand des wahrnehmbaren Bereichs bewegen. Dabei ist die Sicht ist durch das Flimmerskotom stark eingeschränkt. Ebenfalls können ein vollständiger Gesichtsfeldausfall sowie eine optische Halluzinationen vorkommen. Die Störung kann mehrere Minuten bis hin zu einer Stunde dauern. Gelegentlich auch mal länger. Im Anschluss kann man wieder wie gewohnt sehen.

Migräne ohne Kopfschmerzen

In wenigen Fällen kann die Aura sogar alleine – also ohne auftretende Kopfschmerzen – erscheinen. Dies passiert öfter mit einem zunehmenden Alter. Hierbei können die Migränekopfschmerzen nach und nach immer stärker in den Hintergrund treten, bis sich die Migräne dann irgendwann nur noch durch entsprechende Symptome der Aura bemerkbar macht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.